BBULL Technology

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Fruchtgeschmack, Becher und Platine passen hundertprozentig zueinander.

Fruchtgeschmack, Becher und Platine passen hundertprozentig zueinander.

Die Milchwerke Berchtesgadener Land Chiemgau eG in Piding füllen jede ihrer 16 verschiedenen Fruchtjoghurtsorten in eigene Becher und Deckel ab. Damit es auf keinen Fall eine „falsche“ Füllung, Becher oder Platine gibt – zur Vermeidung von Rückrufen – setzt der Betrieb als erster in Deutschland das kamerabasierte Kontroll-System „BBull Tray Inspektion“ ein.

Jeder Fruchtjoghurt mit Sorten-Becher und -Deckel

Auf der Abfüll-Linie werden vier Fruchtsorten gleichzeitig befüllt, bis zu 21.000 Becher pro Stunde – zu viel für eine manuelle Kontrolle. „Es muss sichergestellt sein, dass zu 100 Prozent die richtige Frucht im passenden Becher mit der korrekten Platine verschlossen ist. Es geht vor allem um das „Problem“ der Allergien, ganz speziell trifft dies auf unseren Haselnuss-Joghurt zu, der nun neu mit Sortenbecher ins Sortiment kommt“, erklärt Florian Lexhaller, der Technische Leiter. Martin Hirschhalmer, Abteilungsleiter Sauermilcherzeugung, ergänzt: „Wir stellen fünf- bis sechs Mal am Tag die vier Sorten um. Zum einen können sich in den vom Verpackungslieferanten erhaltenen Becherstapeln immer wieder mal falsche Becher befinden und dem Bedienpersonal, das Becher und Platinen einlegt, kann inn der täglichen Routine ein Fehler passieren. Damit wir das bei den fertigen Joghurts ausschließen haben wir nun diese Inspektions-Maschine von BBull“, sagt Hirschhalmer.

Zwei Kameras für die Becher, drei für die Platinen

BBull Technology installierte bei den Bechern zwei Hochleistungskameras, jede überwacht vier Becherstapel und erkennt die Sorten über eine spezielle Farbmarkierung auf dem Becher. Bemerkt das System einen falschen Becher im Stapel, hält die Maschine sofort an, auf dem Farbdisplay wird der Fehler angezeigt – noch bevor der falsche Becher befüllt wurde. Sollte beim Einlegen der Platinen ein Fehler passieren, sieht das der Bediener nach dem Einlegen nicht mehr, weil die Platinen mit dem Kopf nach unten im Magazin stecken. Um den Fehler trotzdem zu entdecken, bevor die Trays auf dem Weg zur Palettierung sind, installierte BBull drei weitere hochauflösende Farbkameras. Jedes Tray wird gestochen scharf aufgenommen und jeder einzelne Joghurt-Becher kontrolliert: Sitzt überhaupt eine Platine auf jedem Becher, passt jede Platine zu 100 Prozent zur abgefüllten Sorte und wurde die Platine sauber aufgebracht. „Das System prüft zudem das MHD – ob es vorhanden ist, aber auch, ob es komplett, gut lesbar und inhaltlich korrekt ist“, lobt der technische Leiter Lexhaller.

Jeder Fehler wird ausgeschleust

Erkennt das System einen Fehler, wird das Tray ausgeschleust, der Fehler auf dem Display angezeigt und der Bediener kann den entsprechenden Becher manuell tauschen. Sollten fünf Trays nacheinander Fehler aufweisen, bleibt die Maschine automatisch stehen, denn dann wurden entweder Platinen falsch eingelegt, oder der MHD-Tintenstrahldrucker arbeitet fehlerhaft. „So erkennen wir Unregelmäßigkeiten sehr schnell und nicht erst viele Trays später oder gar auf der fertigen Palette“, sagt Martin Hirschhalmer.